Kopfbild Freundliche Begegnung
06.09.2015 10:30erstellt von: Theo Sorg


Sehenswertes Friedberg

Tourenbericht

Blick auf die Stadtkirche vom Adolfsturm aus gesehen<p>Foto: Ute Gräber-Seißinger

Zu unserer Tour nach Friedberg fanden sich bis 10:30 Uhr vor dem Bad Vilbeler Kurhaus 14 Radlerinnen und Radler ein. Zehn davon hatten sich zuvor bei der Tourenleiterin angemeldet, vier weitere waren spontan gekommen. Zwei waren aus Frankfurt-Preungesheim angereist, zwei aus Karben.


Zunächst radelten wir über den Dottenfelder Hof nach Dortelweil, danach entlang der Nidda nach Gronau. Auf der wenig befahrenen Kreisstraße 247 ging es weiter nach Rendel und Klein-Karben, wo wir nach der Fahrt durch einen herrlichen Wiesengrund wieder auf die Nidda trafen, deren Lauf wir bis nach Assenheim folgten. Dort nahmen wir eine Abzweigung von der Nidda und fuhren durch Wiesen und Felder vorbei an nahrungssuchenden Störchen bis nach Friedberg. In der offenen Landschaft blies uns der Wind gehörig ins Gesicht, der Herbst kündigte sich mit Macht an.

Wir erreichten Friedberg mit leichter Verspätung. In einem netten, gastfreundlichen Ristorante nahe der Stadtkirche hatte Ute in einer kurzen Pause während unserer Fahrt am späten Vormittag für uns einen Tisch für das Mittagessen reserviert.

Anschließend ging es zur Stadtführung. Freundlicherweise hatte uns die Stadtführerin die akademische Viertelstunde Aufschub zugestanden, sodass wir nach Hinterlassung der Gebühr für die Führung im Wetterau-Museum gegen 14:30 Uhr an der Stadtkirche begannen, den Ausführungen der freundlichen, überaus belesenen und redegewandten Dame zu lauschen.

Die Stadtkirche Unserer Lieben Frau ist ein beeindruckendes Bauwerk der Gotik, dessen Existenz bis in die Romanik (zwölftes Jahrhundert) zurückreicht. Nach ihrer Besichtigung schlenderten wir durch die Altstadt und erreichten dort die Friedberger Mikwe (Judenbad), die heute als Museum geführt wird – obgleich sie noch genauso funktionstüchtig ist wie in früheren Zeiten, als die Frauen der jüdischen Gemeinde Friedbergs dort ihre rituellen Bäder nahmen. Nachdem wir die Anlage der Friedberger Burg durchquert hatten – die dritte Attraktion, die uns die Führerin vorstellte –, versammelten wir uns zum grandiosen Finale am Adolfsturm. Dort bot sie eine gekonnte schauspielerische Vorführung, die der Entstehungsgeschichte des Adolfsturmes gewidmet war.

Vier Teilnehmer der Tour verabschiedeten sich nach der überaus informativen und unterhaltsamen Führung in Friedberg, um mit der S-Bahn heimzureisen. Der Rest der Gruppe beschloss in Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit, für die Rückfahrt den kürzesten Weg zu nehmen. So fuhren wir auf teilweise neu angelegten Radwegen neben der B 3 und größtenteils asphaltierten Wirtschaftswegen ziemlich flott nach Karben. Zwischen Karben und Bad Vilbel entschlossen wir uns für den Pappelweg als den in punkto Fahrbahnbeschaffenheit besseren von zwei sehr verbesserungswürdigen Verbindungen.

Leider zog sich die Gruppe auf der Rückfahrt nach Bad Vilbel recht weit auseinander. Deshalb ging die Abteilung der zügig Fahrenden in Wöllstadt der Führung in Gestalt von Ute „verlustig“ (die sich ans Ende des Trosses setzte, um zu vermeiden, dass eines ihrer „Scherflein“ verloren ging) und legte die letzten Kilometer der Tour „kopflos“ zurück. Die Teilnehmerin aus Karben verabschiedete sich an ihrem Wohnort, sodass die restlichen sieben Radler gemeinsam zum Ausgangspunkt, dem Bad Vilbeler Kurhaus zurückkehrten.

Ute tauchte wenige Minuten nach deren Ankunft – und damit gerade noch rechtzeitig, bevor sich die Gruppe vollends zerstreut hatte – wieder auf. So konnten wir (nunmehr noch zu fünft) den alles in allem gelungenen Tag vor dem Café Mondnacht beenden – nicht ohne mit einem erfrischenden Trunk auf ihn anzustoßen.

Ein besonderer Dank gilt Ute dafür, dass sie die sehr schöne Tour ausgearbeitet und geleitet hat, sowie für ihre logistische Arbeit während der Tour. Nicht zu vergessen aber auch die Mitstreiter, welche sich auf der letzten Etappe der Rückfahrt die Aufgabe des Guides teilten.




Bildergalerie

Gut gelaunt nach der Rückkehr am Abend - die in der Gruppe verbliebenen Teilnehmer<p>Foto: Theo Sorg

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