Kopfbild Freundliche Begegnung
25.08.2012 16:44erstellt von: Christian Martens


Vulkanradweg der flotten Art

Tourenbericht

25. August. Um unser Tourenprogramm nach oben abzurunden, hatte ich im letzten Jahr erstmals eine Rennradtour angeboten. Ich wollte schauen, ob es auch für diese Art von Touren eine Klientel gibt. Dieses Jahr folgte dann am 25. August der zweite Anlauf. Nach zwei Teilnehmern im letzten Jahr waren nun vier Teilnehmer dabei.


Die schnellen Genussradler, ganz links Tourleiter Christian Martens

Auch wenn Rennradfahren klassischerweise auf der Straße und nicht auf Radwegen stattfindet, haben sich hier die Möglichkeiten durch hervorragend ausgebaute Bahntrassen in den letzten Jahren doch deutlich erweitert. Beide Male ging es von Bad Vilbel direkt los über Altenstadt auf den Vulkanradweg nach Lauterbach und weiter über Schlitz an die Fulda. Während es 2011 zum Abschluss über den Bahnradweg Rotkäppchenland nach Treysa ging (Fertigstellung für 2013 angekündigt), wählten wir dieses Jahr den direkten Weg nach Fulda. Am frühen Samstag gestartet und nach einer kurzen Pause zur Stärkung trafen wir in Lauterbach ein, bevor sich der Vulkanradweg so richtig mit Leben füllte. Erleichternd kam hinzu (wie übrigens schon 2011), dass das Wetter erst im Laufe des Tages zur Hochform auflief und es nicht zuletzt deshalb nur wenige Leute schon am frühen Morgen nach draußen zog. Im gegenseitigen Interesse ist es mir wichtig, das Konfliktpotenzial mit radelnden Familien und gemütlich pedalierenden Gruppen gering zu halten.

Zwischen Hartmannshain und Gedern begegnete uns die Szene der Longboarder. Deren Anhänger reisen wohl von weither an, denn dieser Abschnitt bietet bundesweit die einmalige Möglichkeit, über viele Kilometer schön gleichmäßig bergab zu rollen, um dann mit dem Vulkanexpress wieder zum Startort zurückzukehren. Jedem das Seine.

Unterwegs gerne diskutiert wird die Frage, ob eine Tour mit einem Schnitt von geschmeidigen 28 km/h nun als Genussradeln eingestuft werden kann oder nicht. Angesichts der herrlichen Landschaft Osthessens, die man über Stunden an sich vorbeiziehen lässt, und den fürs Rennrad ungewöhnlich seltenen Berührungspunkten mit dem motorisierten Verkehr ist die Tendenz doch eher ein Ja. Wenn das Stück Kuchen aus der Bäckerei am Wegesrand dann noch richtig lecker schmeckt, ist die Frage eindeutig entschieden.

Die Gesetze der Statistik verbieten es, auf der Basis der Teilnehmerzahlen der beiden Jahre eine jährliche Verdoppelung des Interesses zu prognostizieren. Dies ist auch gar nicht mein Ziel. Das vorhandene Interesse ist genug Motivation, um eine solche Tour weiterhin anzubieten.

Foto: Wiebke Martens


1267-mal angesehen




© ADFC 2020

ADFC-Mitglied werden
Stadtradeln 2020 - anmelden und mitmachen!
Fahrradklima-Test 2020
#MehrPlatzFürMenschen
Meldeplattform Radverkehr
Hessischer Radroutenplaner
bike-kitchen - unsere Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt
Radfahren üben auf dem Verkehrsübungsplatz
Fahrradfahren? Ja, täglich!