Kopfbild Freundliche Begegnung
18.02.2017 erstellt von: Josef Brückl


Wetterauer Weihnachtskrippen

Bei der vorbereitenden Testfahrt hatte sich das Wetter noch gnädig gezeigt ...<p>Foto: Ute Gräber-Seißinger

Auch im vergangenen Jahr unternahmen wir den bereits traditionellen Ausflug mit dem Fahrrad zur sehenswerten Sternbacher Kirche. Sie liegt versteckt im Wald. Den Ort Sternbach, zu dem sie einstmals gehörte, gibt es seit Jahrhunderten nicht mehr.


Krippe in der Kirche St. Nikolaus, Wickstadt, historische Gipsfiguren, ca. 1920<p>Foto: Heinrich Genau

Wir erfuhren hochinteressante Details über die Geschichte dieses Gotteshauses. Überdies hatte Herr Genau, der diesen Besuch für uns möglich gemacht hatte und gestaltete, die Idee, in der Nachweihnachtszeit eine Krippentour durchzuführen. Er bot an, uns zu fünf sehenswerten Weihnachtskrippen in der näheren Umgebung zu führen und uns dort etwas über die jeweiligen Besonderheiten zu erzählen.

Diese Idee fanden wir so gut, dass wir uns gleich dazu entschlossen, eine solche Tour zu organisieren. Wir stellten sie unter das Motto Stern über Bethlehem – mit dem Rad zum Christkind.

Als Termin wählten wir den 8. Januar, einen Sonntag. Stets werden nach dem auf den 6. Januar folgenden Sonntag in den Kirchen die Krippen abgebaut. Uns war klar, dass uns das Wetter einen Strich durch Rechnung machen konnte, es drohten Schnee und Eis, doch wir waren zuversichtlich.

Treffpunkt war um 10:30 Uhr das Kurhaus in Bad Vilbel, von dort sollte nach ca. 15 Kilometern Fahrt die Basilika in Ilbenstadt als erste Station erreicht werden.

Leider ließ aber am 8. Januar wie befürchtet das Wetter die Tour ab Bad Vilbel nicht zu. Deshalb musste das Radeln von dort aus abgesagt werden. Allerdings wohne ich selber in Niddatal, einen Steinwurf weit von Ilbenstadt entfernt, und war somit von der eisglatten Strecke die Nidda entlang zwischen Bad Vilbel und Ilbenstadt nicht betroffen. So sprach ich mich mit Herrn Genau ab und wir vereinbarten, dass die Krippenbesichtigungen dennoch stattfinden würden.

Herrn Genaus Nachbar war ebenfalls mit dem Rad dabei und so waren wir immerhin drei Pedalierende, die dem schlechten Wetter trotzten. Da Herr Genau diese Veranstaltung im Pfarrbrief erwähnt hatte, waren außerdem drei Teilnehmer mit dem Auto gekommen.

An der Basilika in Ilbenstadt wurden wir herzlich mit Kaffee und Kuchen begrüßt und lauschten den Sternsingern, die dort auftraten, bevor wir die herrliche orientalische Landschaftskrippe in der Kirche bewunderten. Wunderschöne Orgelmusik begleitete unseren Besuch. Schon hier erhielten wir umfangreiche Informationen über Arten der Krippengestaltung und allgemein über die Weihnachtsgeschichte. Im Haus St. Gottfried konnten wir auch das Fatschenkind sehen.

Von dort aus führte uns der Nidda-Uferweg zur Sternbacher Kirche, wo die frühere Krippe von St. Willigis, Greccio im Abtswald, in der Kapelle stand. Hier sprachen wir über die Idee der Weihnachtskrippe. Kurz danach erreichten wir die Kirche in Wickstadt mit der historischen Gipsfigurenkrippe, ungefähr aus dem Jahr 1920, mit einem Stall aus Birkenhölzern. Hier erhielten wir vom Küster interessante Informationen. Danach war die Zeit für die Mittagspause reif. Wir trafen uns dazu mit den Autofahrern in einer Pizzeria in Florstadt und ließen es uns schmecken.

Wir waren gespannt auf die katholische Kirche St. Willigis und die evangelische Kirche in Florstadt. In St. Willigis durften wir die alpenländische traditionelle Landschaftskrippe bestaunen. Der Küster, die Krippenbauer und eine Abordnung der Sternsinger hießen uns herzlich willkommen. Die in orientalischem Stil gestaltete Mottokrippe in der evangelischen Kirche rundete unsere Besichtigungsreihe ab. Hier wurden wir von der Pfarrerin empfangen. Danach ging es zurück nach Hause.

Auch im nächsten Jahr werden wir diese Tour veranstalten, dann aber mit einer optionalen Anfahrt von Bad Vilbel bis Nieder-Wöllstadt mit der S-Bahn – für den Fall, dass das Wetter eine sichere Fahrradfahrt von Bad Vilbel aus auf dem Nidda-Uferweg erneut ausschließt.


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