Kopfbild Biwerkreisel
12.09.2019 erstellt von: Theo Sorg


ADFC bike-night 2019, die neunte – und wir waren dabei!

Bike Night – Auftakt auf dem Frankfurter Römerberg

Es war ein schöner Auftakt zum Stadtradeln in Bad Vilbel.

Mit 20 Radfahrenden, vier davon aus Karben, starteten wir am Abend des 31. August unsere Fahrt nach Frankfurt. Zunächst ging es den Heilsberg hinauf, dort warteten vier weitere Personen, die teilnehmen wollten.


Entlang der Alten Frankfurter Straße und der Friedberger Landstraße fuhren wir zum Marbachweg. Hier formierten wir uns zum geschlossenen Verband, um auf diese Weise sicherer an unser Ziel, den Frankfurter Römerberg zu gelangen. Dankenswerterweise übernahm Dieter die Position des Schlussfahrers und Wulfhard die Arbeit des Corkers. Das ist eine wichtige Funktion, weil viele die Bestimmung das § 27, Abs.1 StVO nicht kennen oder nicht beachten wollen.

In Frankfurt fanden auch andere Veranstaltungen statt, die dank des schönen Wetters viele Menschen anlockten. So mussten wir halt auch unsere Räder ein Stück schieben. Schließlich trafen wir alle wohlbehalten auf dem Römerberg ein.

Zu Beginn der Kundgebung sprach Bertram Giebeler (ADFC Frankfurt) über das Ziel der Veranstaltung – die Forderung nach Mehr Platz fürs Rad in die Öffentlichkeit zu tragen. Es folgte Katharina Knacker (Radentscheid Frankfurt), sie sprach vom Maßnahmenpaket Fahrradstadt Frankfurt. Klaus Oesterling schließlich, der Verkehrsdezernent Frankfurts, berichtete über Erreichtes und Vorhaben der Stadt Frankfurt.

Danach starteten die Radlerinnen und Radler zu ihrer Demonstrationsfahrt durch das nächtliche Frankfurt.

Die Route führte zunächst zum südlichen Mainufer, dann über die Untermainbrücke, den Reuterweg und die Eschersheimer Landstraße Richtung Heddernheim. Von dort führte sie weiter über die normalerweise für Radfahrende gesperrte Rosa-Luxemburg-Straße in die Wilhelm-Epstein-Straße.

Hier fand die Zwischenkundgebung statt. Stefan Janke, Landesvorsitzender des ADFC Hessen, forderte mehr Tempo beim Bau überregionaler Radwegeverbindungen. Micaela Leon (Organisationskomitee #aussteigen) rief zur Teilnahme an der Fahrrad-Sternfahrt am 14.September auf. Heiko Nickel (VCD) berichtete von den zurzeit herrschenden katastrophalen Verkehrsbedingungen im Frankfurter Osten und bat um Teilnahme an der Fahrraddemo am 7. September.

Der Weg zurück zum Römerberg führte über die den Reuterweg, die Eschersheimer Landstraße, die Bleichstraße, die Kurt-Schumacher-Straße und die Berliner Straße.

Insgesamt stellte sich die Bike Night dieses Jahr stärker politisch geprägt dar – es ist ja auch deren Sinn und Zweck. Deutlich sichtbar machten dies viele Teilnehmer mit Transparenten an den Fahrrädern. Die teilweise illuminierten Fahrräder und die Lichter der Stadt, die mit zunehmender Dunkelheit eindrucksvoller werden, machen den besonderen Reiz dieser nächtlichen Fahrt aus. Und wer, wie wir, schon zum sechsten Mal dabei war, konnte feststellen: Es ist doch immer wieder anders.

Es war eine Frankfurter Veranstaltung, doch wir hoffen auf die Strahlkraft dieser Aktion auch bis nach Bad Vilbel und dass endlich damit begonnen wird, dem Radverkehr den Stellenwert einzuräumen, der ihm zusteht und den der Autoverkehr seit langem hat. Ich denke, das gilt auch für die anderen umliegenden Gemeinden.

Obwohl diese Tour nicht ganz einfach ist, sie manchen der Teilnehmenden an seine/ihre Grenzen bringt, hat es riesigen Spaß gemacht. Ein Dank an alle, die mitgeradelt sind, für ihr Engagement und ihre Disziplin, besonders natürlich an die Co-Guides.


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