Kopfbild Biwerkreisel
12.12.2018 erstellt von: Christian Martens


Ampelkuriosum

Im Alltag nimmt man ja so manche Dinge nicht mehr so genau wahr. Schon ungezählte Male habe ich meinen Arbeitsweg zurückgelegt, der mich morgens nach Frankfurt führt und abends wieder zurück nach Bad Vilbel. Doch ist mir erst vor kurzem aufgefallen, mit welch subtilen Mitteln die Stadt Frankfurt daran arbeitet, den Radverkehrsanteil in ihrem Stadtgebiet zu erhöhen.


Wer von Eschersheim kommend den Nidda-Radweg flussaufwärts am Flugplatz Bonames vorbei bis zu der Ampel radelt, die den die Homburger Landstraße kreuzenden Verkehr regelt, der stellt Folgendes fest: Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, wird angehalten. So weit, so gut. Verblüffend aber, dass dann, wenn die Ampel auf Grün umspringt, nur jene ihren Weg fortsetzen dürfen, die zu Fuß gehen.


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Fotos: Christian Martens


Was also tun, wenn man mit dem Rad an der Ampel steht? Drei Möglichkeiten bieten sich: (1) absteigen und schieben, (2) warten bis in die Nacht – dann nämlich wird die Ampel abgeschaltet – oder eben (3) zurückradeln und noch ein bisschen Frankfurt unsicher machen. Die Wahl bleibt jedem selbst überlassen.

Flussabwärts bzw. stadteinwärts ist übrigens alles gut. Da gibt’s auch für Pedaleure grünes Licht. Fehlt nur noch ein Zusatzschild „Cyclists welcome“.


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